GerhardKern.de Ideologie- und Gesellschaftskritik

24.8.2009

Ein besonderes Jubiläum – Gedenken an den Porajmos

Filed under: Uncategorized — Gerhard A. Kern @ 20:42

„Vor dreißig Jahren erreichte der Weltverband „International Romani Union“ (deren langjähriger engagierter Ehrenpräsident der US-amerikanische Filmstar Yul Brynner war) bei den Vereinten Nationen den Status einer beratenden Nichtregierungsorganisation. Am 27. Oktober des gleichen Jahres fand im ehemaligen KZ Bergen-Belsen die erste internationale Kundgebung zum Gedenken an die Opfer des Porajmos statt; die Ansprache hielt Simone Veil, erste Präsidentin des Europaparlaments und Überlebende der Shoah.*“

Porajmos bedeutet in Romanes, was für Juden die Shoa ist.

In Nis/Serbien wurden wir konfrontiert mit einem Vernichtungslager der Nazis, die dort sowohl serbische Kommunisten, Juden aber eben auch Roma in einem Konzentrationslager gefangen hielten und auf einem Erschießungsplatz ermordeten.

Erschießungsplatz der SS in Nis/Serbien

Erschießungsplatz im SS-Lager in Nis/Serbien

Bis heute werden diese Menschen auch in Deutschland immer noch unmenschlich behandelt. Die seit hunderten von Jahren in Literatur und Wissenschaft transportierte Verachtung dem Volk der Sinti und Roma gegenüber hält sich bis heute.

*aus: Birgit Seemann: Eine deutsche Minderheit: Sinti und Roma. In: TRIBÜNE. Zeitschrift zum Verständnis des Judentums (Frankfurt am Main), 48. Jg., 2009, Heft 190, S. 98-106.

16.8.2009

Die Ohnmacht der Roma

Filed under: Uncategorized — Gerhard A. Kern @ 17:11

„Ein neuer Bericht des Menschenrechtskommissars des Europarats hebt die anhaltende anhaltende Diskriminierung der Roma, Ashkali und Kosovoägypter hervor.“ (romakosovo-info.com)

Der Trierische Volksfreund vom 4. August berichtet im Lokalteil Wittlich unter der etwas irre führenden Überschrift „Wohnwagen-Kolonie bricht Zelte ab“ von der traurigen Realität der Vertreibung der Sinti und Roma von dem Wohnwagen-Stellplatz in Wittlich. Der Titel suggeriert Freiwilligkeit. Davon kann aber keine Rede sein, denn sie müssen räumen.

Nun gibt es das Elend der Vertreibung der Sinti und Roma bekanntlich im gesamten europäischen Raum, mehr oder weniger brutal und gegen jedes Gefühl der Humanität gerichtet.

Es ist noch nicht lange her (am 26.5.’09), da hat man in Hessen einen Roma aus dem Kreis seiner Lebensgefährtin und der gemeinsamen Kinder gerissen und in das Kosovo ausgewiesen. In Berlin wurden im vorigen Monat etliche Roma aus dem Parkgelände verwiesen und dies ohne einer aus meiner Sicht vertretbaren Alternative.

Ich bin interessiert, wie man hier im Landkreis Bernkastel-Wittlich mit den zugewanderten Sinti und Roma verfahren wird. Schickt man sie weiter, wenn ja wohin oder gibt es Ansätze einer menschlich und sozial angemessenen Alternative?

 

Gerhard A. Kern (2. Vorsitzender)

Sozial-Management e.V.

Dörrwiese 2

54497 Morbach-Merscheid“

Powered by WordPress