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- 29.4.2011: Selbstbestimmung, Völkerrecht hier und überall
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- 9.9.2010: Ein reiches Land schiebt ab
Archive für April 2010
Kalderasch, Xoraxané, Manusch, Jat, Roma, Gypsies
30.4.2010 von Gerd.
Ihr Name ist Mensch
CONTRASTE, die Monatszeitung für Selbstorganisation bringt auf 4 1/2 Seiten wissenschaftliche und aktuelle Berichte über die Roma in Europa. Eine seit Jahrhunderten und bis heute verfolgte Minderheit sollte unserer Solidarität sicher sein können. Hierzu braucht es noch viel permanente Aufklärung und vor allen das Miteinander mit ihnen.
Beiträge:
Gerhard Kern: Ihr Name ist Mensch
Birgit Seemann: Eine deutsche Minderheit
Tobias Marx: Roma auf der ganzen Welt
Dirk Auer: Roma die vergessenen Verlierer
Jaques Dellfeld: Defekt der Mehrheitsgesellschaft
In der nächsten Ausgabe folgt dann von
Harika Dauth: Glücksökonomie bei Roma/Zigeunergruppen
Sie erhalten die Maiausgabe bei Postfach 104520 in 69035 Heidelberg oder unter contraste@online.de für € 4,50 plus Porto.
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Der Roma-Tag
7.4.2010 von Gerd.
Am 8. April vor 35 Jahren fand in England das erste internationale Roma-Treffen statt.
Denken wir einen Tag lang nach über die Roma. Es ist zwar wie der berühmte Tropfen auf den heissen Stein. Dennoch macht es Sinn. Was haben wir mit den Roma zu tun? Was bedeutet für uns diese Minderheit in den westlichen Gesellschaften?
Der 8. April ist einer dieser aufgesetzten Gedenktage. Aber er ist nun mal da und gibt die Gelegenheit unsere aufgeklärten und demokratischen Verfassungen zu hinterfragen. Kann sich eine Gesellschaft als aufgeklärt oder demokratisch bezeichnen, wenn sie wie explizit an den Roma seit hunderten von Jahren unglaubliche Verbrechen vollbringt, wenn diese Gesellschaft nicht ertragen kann/will, dass diese Menschen ein anderes Kultur- und Zivilisationsverständnis haben?
Roma sollen werden, wie die Menschen der Mehrheitsgesellschaft. Sie sollen sich anpassen an die Normen und die Eigenarten, bis hin zur Gesichtslosigkeit. Den Anderen will man nicht wahrhaben; am liebsten vernichten, wie in einigen europäischen Ländern bis heute erlebbar ist.
Europa scheint erbarmungslos, wenn es um die Sinti und Roma geht. Warum nur lassen wir ihnen nicht ihre Kultur, ihr Alltagsleben? Das ist die Frage.
Die Europäer (von anderen Weltregionen weiß ich nicht genug) müssen sich daran messen lassen, wie sie mit dieser Minderheit umgehen; wie Deutschland mit den Roma aus den ehemaligen jugoslawischen Staaten verfährt, deren Aufenthalt hier nicht gesichert ist und die abgeschoben werden sollen, in Länder in denen ein zivilisiertes Leben gar nicht möglich ist.
Wo ist die gegenseitige Hilfe, die uns als freiheitlich orientierte Demokraten und Demokratinnen so auszeichnen soll.
Wie gesagt, ein Tag des Nachdenkens kann die Verhältnisse nicht ändern, aber vielleicht ein Anstoß zum Weiterdenken und solidarischen Handeln sein.
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