GerhardKern.de Ideologie- und Gesellschaftskritik

20.11.2017

„Jamaika“

Filed under: Politik — Gerhard A. Kern @ 17:21

Nun ist der mittelschöne Traum einer Vierparteien-Regierung (CDU/CSU/Grüne/FDP) auch entgegen meiner eigenen Annahme wohl endgültig geplatzt. Gestern Abend und in der ersten Morgenstunde war es soweit, als Christian Lindner die Verhandlungen verließ und das Ende des Projektes „Jamaika“ verkündete.
Mittelschön, also nicht ganz schön, aber auch nicht ganz schlecht, war der Versuch über ideologische sogenannte „Schmerzgrenzen“ hinweg eine Regierung zu bilden. Eine möglichst „stabile“ sollte es werden, obzwar absehbar war, dass es wohl kaum gut gehen würde. Zum Einen fehlte es am persönlichen Vertrauen der Teilnehmer untereinander und zum Anderen ließen sich die grundsätzlichen Parteiausrichtungen nicht so anpassen, dass die an die Macht wollenden Parteigranden keinen sogenannten Gesichtsverlust erleiden würden.
Nun steht eines der größten Wirtschaftsnationen vor einen Desaster und wie es aussieht vor äußerst schwierigen Versuchen eine neue Regierung zu bilden. Es ist davon auszugehen, dass in den nächsten Tagen Politiker mithilfe ihrer Medien sich in gegenseitigen Schuldzuweisungen übertreffen werden.
Dem Wahlvolk, wozu ich ja auch zähle, bleibt nichts anderes übrig, als anzuwarten, wie der Bundespräsident vorgehen wird. Denn nun liegt es in der Hand des Herrn Steinmeier, ob es zu Neuwahlen oder der Bildung einer Minderheiten-Regierung kommen wird.
Wie schon Gerd Buurmann im Blog „Tapfer im Nirgendwo“ unter https://tapferimnirgendwo.com/2017/11/20/heute-ist-ein-guter-tag-fuer-die-demokratie/
argumentiert, könnte das Ende dieses denkwürdigen Ergebnisses auch eine Chance liegen, die Demokratie so zu reformieren, dass in Zukunft Abgeordnete tatsächlich im Sinne ihres Gewissens diskutieren und entscheiden können.
Ob das gelingen kann, wird sich zeigen.
Ich bin eher pessimistisch!

7.11.2017

Klima

Filed under: Politik — Gerhard A. Kern @ 18:09

Nun ist es wieder so weit. Das Thema beherrscht Deutschland und den Versuch eine neue Regierung durch eine Jamaika-Koalition zu bilden. Völlig ohne Sinne und Verstand werden Begriffe, wie „Klimawandel“, Klimaerwärmung“,“Klima-Leugner“, „Energie-Wende“ definiert, wie es gerade dem Kämpfer oder der Kämpferin für eine gute und lebenswerte Zukunft ins Weltbild passt.
Die einen sehen die Welt aus einer ideologischen oder moralischen Weltsicht und die anderen meinen in der Politik gehe alles nach rationalen oder gar vernünftigen Kriterien.
Dass beides nur die halbe Wahrheit sein könnte, kommt den sogenannten Intellektuellen gar nicht erst in den Sinn.
So wirkt das Ganze eben wie ein großes Theater zwischen Gut und Böse, oder etwas weniger moralisch, zwischen Richtig und Falsch.
Es wird sich wohl auch diesmal wieder zeigen, dass wir meilenweit von einer Weltgesellschaft entfernt sind, die gemeinsam an den Lösungen für diesen Planeten mit seinen Menschen arbeitet.
Interessant wird es sein, ob in den Debatten oder Vorträgen das ökonomische System beachtet und ob die Verhinderung der Armut von Menschen eine Rolle spielen wird.

Hier ein Link zur ZEIT: http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-11/klimakonferenz-bonn-deutschland-klimaziele-co2

25.9.2017

Die Wahl

Filed under: Politik — Gerhard A. Kern @ 13:59

Die Wahl 2017

Nun liegt das Ergebnis einer Wahl vor, welches eigentlich bestätigt, was vorhersehbar war.

Die rechtsradikale Stimmung überwiegt, wie auch in anderen Ländern der Welt, auch in Deutschland und bildet das auch im Wahlergebnis vom 24. September des Jahres ab. Auch die neue Regierungsbildung bestätigt den Trend, denn durch die wahrscheinlich regierenden Parteien wird deutlich, dass der Zug nach Rechts weiter fährt.
Nun soll hier zumindest der Begriff „Rechts“ etwas näher beschrieben sein, damit überhaupt klar wird, was gemeint ist. Bekanntlich wird das Parlament in einem Spektrum „Links“ bis „Rechts“ angeordnet und beschreibt damit die eher progressiven versus den konservativen Kräften in der Gesellschaft. Die Mitte bilden dann die liberalen Kräfte, die wiederum in links- oder rechtsliberale unterschieden werden. Gemäß der bürgerlichen Vorstellung entstehen somit Ränder, die als radikal – im Rahmen der Verfassung – oder als extrem – eben außerhalb – derselben bezeichnet werden. Den Rahmen gibt übrigens der Staat mit seinem Gewaltmonopol vor. In welchem Spektrum die deutschen Parteien angesiedelt sind, bleibt dem Betrachter überlassen. Fragen Sie sich, wo da z.B. die CDU oder die Grünen und andere angesiedelt sind.

Nun gibt es historisch eine ständige Bewegung in den politischen Bewegungen zwischen den Rändern. Mal überwiegt die eine oder auch die andere Tendenz und manchmal wird der Verfassungsrahmen überschritten und extreme Bewegungen (z.B. NSDAP oder SED) übernehmen die Herrschaft im Staate.

Im Jahre 1997 wurde von Waltraud und mir eine Textsammlung mit dem Titel „Tendenz Rechts“ herausgegeben. Fast alle dort beschriebenen Entwicklungen haben sich fast punktgenau realisiert. Fast niemand hat die Warnungen vor den sich anbahnenden esoterischen, anti-aufklärerischen und vor allem völkischen Tendenzen so ernst genommen, wie sie gemeint waren. Als harmlose Spinnereien wurden sie (die Tendenzen) unterschätzt und das heutige Ergebnis der Bundestagswahl war so vorauszusehen.

Noch wird der Rechtsextremismus die Herrschaft nicht übernehmen; doch die Weichen sind gestellt. Die Konstitution der neuen Bundesregierung wird wahrscheinlich die Tendenz Rechts nicht stoppen, sondern nur erträglicher machen. Längst sind Elemente der radikal oder gar extremen Rechten in den Parteien verankert und schwelen wie die Glut, die zum Feuer werden kann. Derzeit sehe ich keine Partei, ob in Herrschaft oder Opposition, die sich mit diesem Phänomen genügend auseinandersetzt. Im Gegenteil, sie fordern Abschiebung, Sicherheit und Wirtschaftswachstum in „diesem schönen Land“.

„Heimat, Regionalismus oder rückwärts gewandter Nationalismus“ statt offener Gesellschaft nicht nur hier, sondern für den ganzen Globus; „Konsens durch Kontroversen“ (sinngemäß) wäre vielleicht auch in Deutschland ein Mittel zur Verhinderung rechter Herrschaft*.

Wie ich schon wiederholt an anderer Stelle gefordert habe, wäre es eine „Hausaufgabe“ für jene, welche die gefährliche Reise nach Rechtsaußen verhindern wollen, ein altes Buch zu studieren und das eigene Bewußtsein zu schärfen.

Studieren Sie „Die völkische Revolution“ von George L. Mosse. Erschienen 1991 im Athenäum Verlag. (Originalausgabe: The Crisis of German Ideology.).

Wie heißt es so schön in vielen politischen Reden heutzutage?: „Die sollen erst mal ihre Hausaufgaben machen“.

Anmerkung:
*Präsident Macron

17.12.2016

2016

Filed under: Politik,Privat — Gerhard A. Kern @ 17:58

2016
Das Jahr hat es in vieler Hinsicht „in sich“.
Bedingt durch unseren schon in 2015 initiiertem Bereich „Mensch& Kultur“ blieb die Pflege des Kern-Blog’s „Ideologie und Gesellschaftskritik“ vernachlässigt. Obwohl gerade in letzter Zeit eine große Notwendigkeit bestand zu dieser oder jener gesellschaftlichen Entwicklung Stellung zu beziehen. „Mensch & Kultur“ veranstaltete dafür Vorträge und Diskussionen zu den Themen „Selbstbestimmung und Würde des Menschen – Versprechen oder Wirklichkeit“ mit der Psychologin Aristoula und dem Soziologen Christian Papapopoulos, „Welche Gesellschaft wollen wir?“ mit der Bundestagsabgeordneten von Bündnis90/Die Grünen Corinna Rüffer, „Der Mensch – Ein biologischer Roboter, Eine Kritik des evolutionären Humanismus“ mit dem Politologen Peter Bierl, „Care-Revolution, Wege in eine solidarische Geellschaft“, mit der Prof. Dr. Gabriele Winker, „Und weil der Mensch ein Mensch ist – Aber was hat das mit behinderten und alten Menschen zu ?“ mit dem Papadopoulos-Duo und als Abschluß ein Schauspiel-Monolog mit Christian Wirmer zum „LENZ“ von Büchner.
Diese Tätigkeiten und kurze Stellungnahmen zu dem Flüchten und den Wanderungen von Menschen aus Notgebieten und die teils hässlichen Kontroversen auf Facebook zu den politischen Standpunkten haben auch zur Vernachlässigung des Kern-Blos geführt. Ich gelobe Besserung und Selbstkritik und habe somit einen guten Vorsatz für 2017.
Meine ganz persönliche Stellung zur „Flüchtlingspolitik“, deren Begrifflichkeit derzeit debattiert wird, hier nun in aller Kürze, wobei jeder Satz auch diskutiert werden kann.
Der Gestus der „Willkommenskultur“ ist m.E. ein kluger Schachzug der Staatsführung, dessen Sinn wohl kommerzielle „Gesundung“ der Nation im Gefüge einer globalisierten Welt ist. Wirtschaftlich potente Staaten/Nationen sind die Voraussetzung in der ersten „Weltmachtliga“ mitzuspielen. Man heißt die Flüchtenden oder Wandernden willkommen, aber nur wenn sie gut fürs Geschäft sind. Die jene Voraussetzungen, wie Bildung, Geld, Integrations- und Arbeitswilligkeit nicht mitbringen, werden gnadenlos abgeschoben, womit der Anspuch der Humanität sich als Heuchelei entlarvt. Was man wirklich will ist ein gut funktionierendes kapitalistisches System, nicht mehr und nicht weniger.
Die so genannten progressiven Kräfte, auch „Gutmenschen“ genannt, nehmen solcherlei Tatsachen gar nicht wahr und setzen sich über alle rationalen Einwände weg und pflegen mit allen Mitteln ihr christliches Mitleidscredo und argumentieren mit „Werten“, die es in Europa so nicht gibt, die bestenfalls angestrebt werden. Welches dann die richtigen Werte sind, das wissen die Nationalkulturen immer anm besten und wollen diese, ihre Kultur/Werte den anderen Nationen aufzwingen. Es wird gar nicht diskutiert, es wird in guter autoritärer Tradition bestimmt.
Aber auch die konservativen bis rechten Kräfte (Rechts und Links trifft sich immer in der Mitte und die ist immer nach beiden Seiten offen) übersehen geflissentlich die Tatsache, dass es eine Völkerwanderung gibt, die wahrscheinlich noch Jahrzehnte anhalten wird und selbst Grenzen können das nicht aufhalten. Die wandernden oder flüchtenden Menschen wollen Sicherheit, Reichtum und Glück, genau wie jeder Einheimische oder wie die Eingeborenen auch immer genannt werden.
Es grenzt schon an Debilität, wenn die gegensätzlichen Standpunkte mit einer unerträglichen Ansammlung von Hass und Hetze bis hin zu Mord- oder Todesdrohungen untermauert werden.
Vielleicht sind ja die Kassandra-Rufe, welche derzeit vor einem neuen Faschismus warnen, berechtigt und wir sollten bei den politischen Entwicklungen genauer hinsehen und faschistoide Anzeichen benennen und diskutieren.
Meine Hoffnung geht jedenfalls in die Richtung einer selbstkritischen freiheitsliebenden Gesellschaft, die den Anspruch der Humanität in der globalisierten Welt realisieren will.

21.10.2015

Der Pranger

Filed under: Politik — Gerhard A. Kern @ 17:59

Nun ist es also soweit. Die Bildzeitung will Hassprediger und Beleidiger an den Pranger stellen und von vielen Seiten wird gefordert, dass Strafverfahren gegen Personen eingeleitet werden, die in unflätiger Weise ihre politischen Gegner oder Gegnerinnen bedrohen.
Was ist geschehen?
Ein kleiner (rechts)bürgerlich oder politisch extremistischer Teil der Bürger_innen im schönen Deutschland hatte polemischer Art und Weise gegen die herrschende Politik und deren Vertreter_innen den Aufstand geprobt. Es gab beängstigende Szenen, für die derzeit in großer Zahl angereisten Menschen, die vor den Kriegen in ihren Ländern flüchteten und in friedlichen Staaten Schutz suchten. Deren zur Verfügung gestelltes Obdach wurde von rechtsextremen Randalieren angezündet und zerstört.
Die gegen die Zuwanderung revoltierenden Kleinbürger fühlten sich von der herrschenden Politik im Stich gelassen und nahmen das Widerstandszepter in die eigene Hand.
Die Politik reagierte wie so häufig reflexhaft in fast identischer Hässlichkeit gegenüber den Randalierern. Mehr oder weniger gemeinsam als demokratische Mehrheit von Journalisten und Politiker_innen vorurteilte sie die Masse als faschistisch oder wie sie fälschlich betont als „rechtsradikal“. Die Hässlichkeit der rechten Geste beantwortete sie mit der liberal/linken Abscheulichkeit einer bemerkenswerten Arroganz. Das Falsche daran ist die Bezeichnung als „rechtsradikal“, was schon begrifflich unsinnig ist, da das was stattfindet zwar durchaus extrem ist, aber selten radikal, im Sinne von „an die Wurzel gehend“.
Die da revoltieren wollen nicht „an die Wurzel“ des vermeintlichen Übels gehen, sie wollen mit den extremsten Mitteln die politische Auseinandersetzung mit den Ursachen von Flucht und Vertreibung verhindern. Sie wollen nicht zulassen was gar nicht zu verhindern ist.
Aber die demokratische Herrschaft reagiert, wie meistens Herrscher reagieren. Sie sprechen nicht mit den Menschen, sie unterdrücken sie mit den zur Verfügung stehenden Mitteln. Und immer schon hat diese Vorgehensweise letztlich zu hasserfüllten Reaktionen geführt, überall auf der Welt.
Insofern ist das was wir derzeit erleben ganz normal; die normale Form von Herrschafts-Systemen von politisch links bis rechts und auch alles was dazwischen liegt, bis hin zur goldenen Mitte. Scheinbar sind wir Menschen auf Streit gebürstet und Freundschaft oder Solidarität gibt es selten mal und wenn doch, in relativ kurzen Zeiten.

15.10.2015

Eine Regierungserklärung

Filed under: Politik — Schlagwörter: , — Gerhard A. Kern @ 15:32

# Ich war gespannt auf die Regierungserklärung der Kanzlerin am heutigen Morgen. Erhofft hatte ich grundsätzliche Aussagen auf die Situation in Deutschland, der EU und auf die Kritik von vielen Seiten in Bezug auf den Umgang mit der Not der Flüchtlinge und der betroffenen Bürger, Bürgerinnen und den zuständigen Behörden.
Heraus kam ein Sermon von altbekannten Sprüchen und Aussagen aus der Vergangenheit, garniert mit all den Floskeln, deren ich überdrüssig war. Die Einheit Europas inklusive seiner Werte und was alles so das diplomatische Geschick hergibt waren perfekt in Vortragsform gegossen und quasi unangreifbar. Vor allem war alles nicht neu oder gar bahnbrechend für eine Überwindung der Krise. Wie zuvor waren die Einheit Europas hypostasiert und die Werte nicht benannt, da wohl längst bekannt ist, dass die Einheit Europas nicht existiert, sondern bestenfalls angestrebt werden soll. Die Werte vernebeln die Hirne der Menschen, auch der Parlamentarier und sollen wirken wie ein Gebet; „Herr bleibe bei uns“ oder so ähnlich. Kein Wort, was sie meint, wenn sie damit hausieren geht. Vielleicht ist ja gerade, dieser Schamanismus das Erfolgsrezept der Bundeskanzlerin, die nicht umsonst auch „Engel“ genannt werden soll. Sie beschwört und das scheint zu klappen.
Leider war aber auch die Rede der neuen Oppositionsführerin Sahra Wagenknecht kein Leuchtfeuer der Kritik, sondern eine Freud und Humorlose Wiedergabe einer längst überholten antikapitalistischen immer wieder das Gleiche wiederholende Rhetorik, die dadurch nicht besser wird, weil sie zum xten Mal dem immer gleichen Publikum dargeboten wird.
Ein Teil der anwesenden Parlamentarier glänzte durch Langeweile, Getuschel mit den Nachbarn und Spielen am und mit dem Smartphon.
Als dann der Führer der Sozialdemokraten Oppermann in altbekannter arroganter Manier das Wort ergriff habe ich entnervt das Medium ausgeschaltet; ich konnte es nicht mehr ertragen. So also geht parlamentarische Demokratie. Hatte ich zu viel erwartet von den Lenkern und politischen Denkerinnen in diesem Land?
19.10.2015 um 13 Uhr

21.7.2015

The Turkish Enigma

Filed under: Politik — Gerhard A. Kern @ 15:17

Amid four intersecting crises, Ankara’s strategy is to be consistently ambiguous.

Source: The Turkish Enigma

17.6.2014

The Intrigue Lying Behind Iraq’s Jihadist Uprising

Filed under: Politik — Gerhard A. Kern @ 11:51

The Intrigue Lying Behind Iraq’s Jihadist Uprising.

16.4.2014

Die Ukraine in der Zange der Propagandisten.

Filed under: Politik — Gerhard A. Kern @ 16:48

Nun  hat die Auseinandersetzung also auch die pro-jüdischen/pro-israelischen Facebook-Freunde erreicht. Wie bei den meisten Diskussionen per e-Mail oder sonst wie online wird nach kurzer Zeit mit einer sublimen Gehässigkeit gestritten, dass man sich fragen kann, ob es sich hier um eine zivile Gesellschaft handelt.

Da wird pauschal unterstellt, dass man politisch entweder links, was nicht gerade beliebt zu sein scheint, oder gar ein im linken Kostüm versteckter Rechter, Neoliberaler oder Ähnliches sei.

Vorgebrachte Sachargumente (z.B. bei der Völkerrechtsdefinition und nicht nur da ) spielen eine untergeordnete Rolle. Wenn die Meinung äußernde Person nicht namentlich angegriffen wird, dann werden die Kritiker der eigenen Argumentation als Deppen oder gleich als Verrückte bezeichnet.

Das dient jedoch einer diplomatischen Lösung der Konflikt- und/oder Chaossituation in der Ukraine in keiner Weise. Ich bin immer davon ausgegangen, dass eine diplomatische Lösung angestrebt werden sollte. Nun gibt es Hinweise, die das durchaus berechtigt in Frage stellen können und die besagen, dass eine militärische Lösung quasi schon beschlossen sei. Dazu lese man z.B. die Einschätzung eines US-Amerikaners, der wissen sollte, wovon er schreibt. Paul Craig Roberts z.B. geht davon aus, dass die Nato angreifen will: http://www.paulcraigroberts.org/2014/03/29/western-looting-ukraine-begun-paul-craig-roberts/

Für mich ist es keine Frage, ob ich Putin mag oder nicht, ob ich Russland-orientiert oder pro-amerikanisch bin, sondern mein Anliegen geht dahin einen weiteren grauenhaften Krieg zu verhindern, was m.E. nur auf einem politischen und nicht militärischem Weg möglich ist.

Der Westen sollte sich ohne weitere Verschärfungen bei Sanktionen und auch der gegen Russland gerichteten Propaganda schnellstens an einen Verhandlungstisch begeben um zu retten was zu retten ist.

Andererseits sollten die Entscheider nicht von Diplomatie, Demokratie oder Marktfreiheit reden, sondern klipp und klar darauf bestehen, dass sie die Welt nach westlichem Muster auch mit Gewalt zurechtbiegen wollen. Das wäre dann wenigstens ehrlich.

Ich hoffe, dass es für Einsicht und Vernunft nicht zu spät ist und die Kräfte mobilisiert werden können, die ich zur Seite des Guten zähle.

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