Gaza-Nachlese

Es ist schon erstaunlich, wie schnell sich die meisten westeuropäischen Medien während und nach dem Gaza-Krieg wieder anti-zionistisch positionieren. Auch die Friedensfreunde und andere links-alternative Medien waren, wie gewohnt, sehr schnell dabei Israel zu kritisieren und besonders die Unverhältnismäßigkeit der eingesetzten Mittel zu betonen.

Ja, es ist schon richtig, dass die Israelis militärisch haushoch überlegen waren und sind. An dieser Banalität gibt es überhaupt keinen Zweifel. Doch das besagt bei der Beurteilung von Schuld und Unschuld nichts, aber auch gar nichts.

Israel wurde seit Jahren immer wieder durch Selbstmordattentäter oder Raketenbeschuss attackiert und sämtliche Versuche in Richtung eines Friedensschlusses wurden durch die Hamas und ihre Schergen zunichte gemacht. Sie und nicht nur sie haben seit erdenklichen Zeiten Israel mit der totalen Vernichtung oder Vertreibung gedroht. Mit dem iranischen Präsidenten Ahmadinischad im Rücken und der europäischen Schaukelpolitik, der es in erster Linie um Wirtschaftsinteressen geht, können und konnten sich die Palästinenser und zwar unter dem Einfluss von Hamas und Fatah sicher fühlen und die Politik der paramilitärischen Nadelstiche gegen Israel bis heute fort führen.

Insofern war es völlig berechtigt mit aller Härte gegen die islamistischen Kriegstreiber im Gazastreifen vor zu gehen. Ob flankierend dazu sozialpädagogische Maßnahmen das Leid der Bevölkerung lindern und damit eine neue Gesinnung gegenüber den Juden einleiten ist eine noch zu klärende Frage. Blauäugig sollte man da aber auch nicht ran gehen.

Vielleicht sollten sich die Israelkritiker mal überlegen, inwieweit sie überhaupt ein Recht haben Israel zu kritisieren. Sollten nicht diejenigen, die Kritik üben, auch bereit sein Verantwortung zu übernehmen? Dann müssten sie auch realistische Sicherheitsmaßnahmen für den Staat Israel anbieten und voran treiben.

Mit der europäischen Schaukelpolitik jedenfalls kommen sie da nicht weit.

Wie sehr sich die öffentliche Israelkritik wieder etabliert hat ist auf der Seite von hagalil nach zu lesen:

http://www.hagalil.com/archiv/2009/01/21/karikaturen/

Über Gerhard A. Kern

Geboren kurz vor dem Ende des national-sozialistischen 3. Reiches, als Kind unterprivilegierter Eltern. Der Vater als Unteroffizier in Russland verschwunden. Einfache Schulausbildung, Handwerkslehre, Erzieher, autodidaktische Schulungen, Anarchist, pädagogischer Heimleiter in Einrichtungen der Eingliederungshilfe, Autor und Referent, Verleger eines Selbstverlages, politisch internationalistisch und linksliberal. Motto: "Jede Wahrheit ist zu hinterfragen und Kritik sollte und darf immer schonungslos sein!"
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