Hetze zur Feindbild Erzeugung

Da ich ja in den Sozialen Medien ein kurzes Statement zur Thüringen-Wahl bekannt gab, siehe dazu noch mal den Text (unten als Anmerkung wiederholt), möchte hier nur noch meine Auffassung zur derzeit stattfindenden Debatte oder vielleicht besser „Hetze und Feindbild Erzeugung“ in den meisten Medien Deutschlands äußern:
Nie hätte ich für möglich gehalten, dass es zu solcher Hetze ( Hass ist nicht der richtige Begriff, denn der ist das kranke Ergebnis von Hetze in den Köpfen vieler Menschen) der gegnerischen politischen Lager kommen könnte.
„Wir“ sprechen von Demokratie und erleben die Tyrannei einer herrschenden Clique, welche für eine große Zahl von Gesellschaftsmitgliedern undurchschaubar geworden ist. Fast niemand weiß genau, welche Interessen die jeweiligen politischen Meinungen inspirieren. Schlimm ist, dass die Wähler/innen mit Halbwissen an die Wahlurne geführt werden und Parteien präferieren, von denen sie nicht eigentlich informiert werden, was eigentlich die Aufgabe in einem demokratischen (es sei die beste Herrschaftsform bis heute) Bildungssystem sein sollte.
Ähnlich ist es mit dem Entstehen diverser Bewegungen, bei denen nur wenige wirklich wissen, was ihre Führer/innen im Hinter Köpfchen haben. Von den vielen jungen Menschen sind wenige wirklich informiert, geschweige denn wissenschaftlich gebildet.
Nun zeigt sich der Machtkampf von „Links“ gegen „Rechts“ gerade in seiner rücksichtslosesten Form, in der extremsten Weise durch die tätlichen Angriffe von Extremisten beider Seiten und deren „Vordenker/innen“ auch durch Mord und Totschlag. Beide Seiten halten sich nicht an ein Grundgesetz oder gar an die hehre Vorstellung von „Menschenrechten nach christlicher Prägung“ (Von den Menschenrechten islamischer oder asiatischer Verfassung sei hier nicht geschrieben).
Damit wir nun nicht in eine Art Wiederholung des Nationalsozialismus schliddern und vielleicht in einem Öko-Faschismus landen, wäre vielleicht Kritik an beiden Seiten, inclusive einer am Neoliberalismus, notwendig und von der Herrschenden auch zugelassen, anzustreben.
Ob das möglich wird, bleibt zu hoffen, mehr aber auch nicht.

Anmerkung für jene, die meinen Fb-Eintrag nicht gelesen haben.:

Der K(r)ampf um die Macht
Von meiner Seite gibt es zur sogenannten Thüringen Wahl nur diese Anmerkung:
Dieses Wahlergebnis ist entstanden aus dem ganz üblichen Machtgerangel in der Politik. Grundsätzlich geht es um die Orientierung an „linken“ oder „rechten“ Grundeinstellungen. Man könnte auch von progressiven oder regressiven Grundsätzen schreiben. Wie in den USA hauen sich die „linken“ wie „rechten“ Kräfte die Argumente um die Ohren und zwar ohne Rücksicht auf den sogenannten westlichen Wert „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“. Es geht also um Macht und die erringt man meist nur völlig rücksichtslos. Da werden Begriffe, wie „Demokratie“, „Volk“, „Nation“, „Kultur“ völlig irrwitzig verstanden und gebraucht.
Die einen sind genauso wenig böse oder teuflisch wie die anderen. Sie brauchen die Macht um zu tun, was ihrer Grundüberzeugung entsprechend getan werden muss.
Sinnvoll wäre m.E. nach nur eine rationale und respektvolle (also Achtung vor des anderen Mensch-sein) Auseinandersetzung um den sinnvollen (im Sinne dieses Staates oder der noch nicht vorhandenen Weltgemeinschaft) Weg zu einem in größtmöglicher Gemeinsamkeit definierten Ziel.
Vielleicht ist das aber derzeit nicht möglich, da, wie mir scheint, wir dazu nicht in der Lage sind. Wir befinden uns offenbar in einem Krieg, in dem Begriffe zu Waffen wurden.

Gerhard A. Kern
Autor und Referent, Verleger eines Selbstverlages, politisch parteiisch aber zur Zeit in keiner Partei. Motto: "Jede Wahrheit ist zu hinterfragen und Kritik sollte und darf immer schonungslos sein!"

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