GerhardKern.de Ideologie- und Gesellschaftskritik

28.5.2009

Rom und Romni

Filed under: Uncategorized — Gerhard A. Kern @ 16:41

 Abschiebung

Gerade erreichte mich die Nachricht, dass in Hessen ein Rom abgeschoben wurde, der mit seiner Familie hier lebte. „Gegen Mitternacht wurde Elvis A. (26 J.) aus Fuldatal aus dem Kreis seiner Lebensgefährtin – die eine Aufenthaltserlaubnis besitzt -und seiner beiden kleinen Kindern (11/2 Jahre und 3 Wochen) von Polizeibeamten festgenommen und am nächsten Tag abgeschoben.“ schreibt das Kosovo-Info.

Der Mann und natürlich auch seine Frau mit den zwei Kindern sind verzweifelt. Wie kann ein Staat so handeln? Wie wird die Öffentlichkeit reagieren?

Als ich gestern zu einem Besuch beim Landesverband der Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz war, erklärte mir der Vorsitzende, dass trotz aller Bemühungen die „Zigeuner“ immer noch diskriminiert werden, dass die Chancen auf ein würdiges Leben noch immer gegen Null tendieren.  Dies alles, obwohl die deutschen Bürger und Bürgerinnen über die Verfolgung bestens aufgeklärt sein müssten.

Hat man wieder mal nichts gewußt?

15.4.2009

Serbien

Filed under: Uncategorized — Gerhard A. Kern @ 18:22

Vom 26. Februar bis zum 8. März habe ich nun in einem Schnelldurchgang Serbien von Nis bis Subotica erleben können. Schärfer können Gegensätze kaum sein. Arm und Reich erscheinen direkt nebeneinander und chaotische Verkehrsverhältnisse sind für Westeuropäer kaum zu ertragen. Die Menschen sind großartig, ehrlich und im besten Sinne menschlich, zumindest die Meisten. Die Gastlichkeit ist vorbildlich und die Gastronomie bietet jedem Gourmet wunderbare Sinnesfreuden.

Da wir auch in sozialpolitischer Mission unterwegs waren, streifte uns aber auch die teils mafiöse Politik und die Unverbindlichkeit von Vereinbarungen. Ich kann nun die Zurückhaltung deutscher Unternehmen verstehen; was die Investition in diesem Lande angeht. Was die jetzige Administration zusagt ist für eine neu gewählte „Schnee von gestern“. Da letztlich die Entscheidung der Serben zu Gunsten von Europa und gegen Russland nicht getroffen ist, sind Investiontion äußerst fragwürdig. Westliche Banken haben sich zwar fast überall eingenistet, aber was sind schon Banken??

Dann gibt es deutlich spürbar eine m.E. berechtigte Skepsis gegenüber den Deutschen, die sich schließlich in der Vergangenheit nicht gerade von einer humanitären Seite gezeigt haben. Ich selbst habe Ablehnung oder Skepsis allerdings nicht erlebt, da meine Begegnungen mit Serben freundschaftlicher Natur waren.Bk

5.2.2009

Vatikan im Zwielicht

Filed under: Uncategorized — Gerhard A. Kern @ 18:57

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Was sich der Vatikan sich mit der Rehabilitation des ultrakonservativen Bischof Williamson erlaubte, der vor allem wegen seiner Leugnung des Holocaust 2009 in die Schlagzeilen geriet und der traditionalistischen Piusbruderschaft angehört, ist kaum zu glauben. Diese Bruderschaft ist nach einem Artikel des Spiegel online zumindest in Teilen antisemitisch. Der derzeitige Skandal grenzt an die Selbstzerstörung der römisch-katholischen Kirche oder ist ein Zeugnis der Unfähigkeit des Papstes die Tragweite seiner öffentlichen Taten und verbalen Äußerungen einzuschätzen.

Wie kann der Führer der Katholiken es sich erlauben das Studium der Vita seiner Bischöfe zu vernachlässigen? Wie kann es sein, dass er nichts von den Theorien und Einstellungen von vielen der Bruderschaft angehörenden Mitgliedern zu wissen scheint?

Abgesehen von faschistoiden oder dschihadistischen Kreisen, weiß jeder einigermaßen gebildete Bürger, dass die Shoa grauenhafte Realität war und der Antizionismus es noch immer ist.

Ich glaube allerdings nicht, dass all dies ein Versehen des Papstes ist.

29.1.2009

Gaza-Nachlese

Filed under: Uncategorized — Gerhard A. Kern @ 19:25

Es ist schon erstaunlich, wie schnell sich die meisten westeuropäischen Medien während und nach dem Gaza-Krieg wieder anti-zionistisch positionieren. Auch die Friedensfreunde und andere links-alternative Medien waren, wie gewohnt, sehr schnell dabei Israel zu kritisieren und besonders die Unverhältnismäßigkeit der eingesetzten Mittel zu betonen.

Ja, es ist schon richtig, dass die Israelis militärisch haushoch überlegen waren und sind. An dieser Banalität gibt es überhaupt keinen Zweifel. Doch das besagt bei der Beurteilung von Schuld und Unschuld nichts, aber auch gar nichts.

Israel wurde seit Jahren immer wieder durch Selbstmordattentäter oder Raketenbeschuss attackiert und sämtliche Versuche in Richtung eines Friedensschlusses wurden durch die Hamas und ihre Schergen zunichte gemacht. Sie und nicht nur sie haben seit erdenklichen Zeiten Israel mit der totalen Vernichtung oder Vertreibung gedroht. Mit dem iranischen Präsidenten Ahmadinischad im Rücken und der europäischen Schaukelpolitik, der es in erster Linie um Wirtschaftsinteressen geht, können und konnten sich die Palästinenser und zwar unter dem Einfluss von Hamas und Fatah sicher fühlen und die Politik der paramilitärischen Nadelstiche gegen Israel bis heute fort führen.

Insofern war es völlig berechtigt mit aller Härte gegen die islamistischen Kriegstreiber im Gazastreifen vor zu gehen. Ob flankierend dazu sozialpädagogische Maßnahmen das Leid der Bevölkerung lindern und damit eine neue Gesinnung gegenüber den Juden einleiten ist eine noch zu klärende Frage. Blauäugig sollte man da aber auch nicht ran gehen.

Vielleicht sollten sich die Israelkritiker mal überlegen, inwieweit sie überhaupt ein Recht haben Israel zu kritisieren. Sollten nicht diejenigen, die Kritik üben, auch bereit sein Verantwortung zu übernehmen? Dann müssten sie auch realistische Sicherheitsmaßnahmen für den Staat Israel anbieten und voran treiben.

Mit der europäischen Schaukelpolitik jedenfalls kommen sie da nicht weit.

Wie sehr sich die öffentliche Israelkritik wieder etabliert hat ist auf der Seite von hagalil nach zu lesen:

http://www.hagalil.com/archiv/2009/01/21/karikaturen/

19.11.2008

Hallo!

Filed under: Uncategorized — Gerhard A. Kern @ 14:10

gerd.JPG                                                                                                                                                                                                                                                          Sie haben bisher meine alte Homepage besucht und werden in Zukunft hoffentlich auch die neue Seite mit Ihrer Aufmerksamkeit bedenken.

Es wir wohl noch eine Weile dauern, bis die Artikel des alten Webauftritts archiviert sind. Aber ich werde mir Mühe geben, das bald zu erledigen.

Geben Sie mir Ihr Feedback, damit ich durch Ihre Mitarbeit neues hinzu lernen kann.

Gerhard A. Kern

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